





Tiefbunker Steintorwall-Nord (Hauptbahnhof)
Bei diesem Rundgang wird einer der Tiefbunker unter dem Bahnhofsvorplatz am Steintorwall besichtigt.
Das Bauwerk wurde im Jahre 1941 während des Zweiten Weltkrieges für die Reisenden der Deutschen Reichsbahn gebaut . In der Zeit des Kalten Krieges wurde der Bunker im Rahmen einer Großbaustelle für einen Straßentunnel zu einer sogenannten Zivilschutzanlage umgebaut – ein Bunker zum Schutze der Menschen vor kriegerischen Auseinandersetzungen mit Atomwaffen, biologischen und/oder chemischen Kampfstoffen.
Der Baubeginn war zum Jahresende 1964 und für die Umbaumaßnahmen wurden 3,8 Mio. DM an öffentlichen Geldern bewilligt, die tatsächlichen Kosten lagen dann bei fast 5 Mio. DM.
Auf drei Etagen hat das Bauwerk ein Fassungsvermögen von 1200 Schutzplätzen. Ausgestattet wurde der Bunker mit allen nötigen Gerätschaften und unverderblichen Versorgungsgütern um einen zweiwöchigen, von der Außenwelt unabhängigen Betrieb zu gewährleisten.
Lebensmittel wurden jedoch nie eingelagert, eine regelmäßige Entsorgung abgelaufener Lebensmittel wäre im Deutschland der 60er-Jahre nicht durchsetzbar gewesen!
Der interessierte Besucher wird über den politischen Stellenwert des Bunkerbaus informiert und bekommt einen Einblick in die Zivilschutzplanungen der 60er und 70er-Jahre. Das Bauwerk befindet sich nach wie vor in der Zivilschutzbindung, ist in einem authentischen Zustand und nur noch bedingt betriebsbereit, es handelt sich hierbei jedoch nicht um ein Museum!
Tiefbunker Berliner Tordamm
Zu besichtigen ist ein unterirdischer Rundbunker aus dem Jahre 1942.
Das Gebäude wurde an einem der verkehrsreichsten Punkte Hamburgs erbaut und diente dem Schutz der durchreisenden Bevölkerung gegen die Auswirkungen des Bombenkrieges.
Dieser Bunker ist alleine durch seine Form ein Unikat! Aufgrund der besonderen Grundstücksverhältnisse wurde das Bauwerk in runder Form und mit drei Etagen unterirdisch errichtet.
Im Rahmen der Zivilschutzplanungen des Kalten Krieges wurde dieser Bunker, als erstes Bauwerk Hamburgs, zu einem modernen „Atombunker“ für 440 Menschen umgerüstet. Sogar ein Belegungstest mit 100 freiwilligen Mitbürgern war in Planung! Im Bunker befinden sich sämtliche Versorgungseinrichtungen in funktionsfähigem Zustand – Notstromdieselmotor, Lüftungsanlage, Tiefbrunnen etc. Im Lager befinden sich unverderbliche Güter für den täglichen Bedarf: Toilettenpapier von 1968, Babyartikel von 1972, Geschirr von 1972, Bettdecken von 1978 usw. Lebensmittel wurden nie eingelagert – eine regelmäßige Vernichtung war nicht vertretbar. Besonders interessant ist der Zustand des Bunkers, es wurden in den letzten 45 Jahren nur ganz wenige Veränderungen vorgenommen. Dieser Bunker befindet sich noch in der Zivilschutzbindung und ist somit ein authentischer Ort!
Eiskeller in Bergedorf
1608 zählte das kleine Städtchen Bergedorf neun Brauereien - ihre Zahl blieb über fast 300 Jahre nahezu konstant. Heute zeugen in dem Hamburger Stadtteil nur noch wenige Spuren von den Aktivitäten der Brauer-Zunft. Auf den ersten Blick leicht zu übersehen, hat dennoch ein imposantes Bauwerk die Jahrhunderte überstanden: Unter dem Sand des Geesthanges an der Chrysanderstraße sind die Eiskeller der ehemaligen Actien-Bier-Brauerei zu Bergedorf nahezu unverändert erhalten.
Die riesigen unterirdischen Hallen werden heute als Lagerraum und Garage genutzt und sind für die Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich.
Termine für Gruppen nach Absprache
Preis pro Gruppe (max. 20 Personen):
€ 125,- Bunker am Berliner Tor
€ 200,- Bunker am Steintorwall-Nord
€ 190,- Eiskeller
Hinweis: Bunkertouren sind nicht für Menschen geeignet, die Platzängste haben oder unsicher gehen bzw. keine Treppen steigen können.
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